Kristina Silan
Leiterin Duale Ausbildung und Spezialdienstleistungen Duale Ausbildung und Spezialdienstleistungen
+63 (2) 8519 8110 kristina.silan@gpcci.orgBiogastechnologie wurde auf den Philippinen erstmals 1965 eingeführt. Damals erhielt die Technologie jedoch kaum soziale oder wirtschaftliche Unterstützung. Biogasanlagen waren noch nicht wirtschaftlich, da zur Stromerzeugung in erster Linie reichlich vorhandene und billige Kohle verwendet wurde. In den folgenden Jahrzehnten beschränkte sich die praktische Anwendung auf Biogasanlagen für den Hausgebrauch. Heute gibt es auf den Philippinen mehrere Biogasanlagen im industriellen Maßstab, die Energie aus organischen Abfällen erzeugen.
Die Philippinen sind ein Agrarland und erzeugen als solches große Mengen an Bioabfall. Hier besteht grosses Potenzial, diese Abfälle in eine nachhaltige und saubere Energiequelle umzusetzen.
Im Jahr 2016 unterzeichneten die Philippinen das Pariser Klimaabkommen. Der Instelstaat verpflichtete sich, Treibhausgasausstoss um 75% reduzieren und den Anteil der erneuerbaren Energienquellen bis 2030 auf 35% erhöhen zu wollen. Seitdem setzt sich das Energieministerium (Department of Energy, DOE) dafür ein, die Abhängigkeit der Philippinen von fossilen Brennstoffen zu verringern.
Heute gibt es auf den Philippinen mehrere industrielle Biogasanlagen, die Energie aus organischen Abfällen erzeugen. Trotz dieser Entwicklung spielt die Biogaserzeugung als erneuerbare Energiequelle immernoch eine eher geringe Rolle. Im Jahr 2020 machte Biogas weniger als 1% des Energiemixes aus.
Auf den Philippinen wurden mehrere Gesetze zur Förderung der Umwandlung von Bioabfällen in Energie erlassen. Die Technologie zur Energiegewinnung aus Abfällen bezieht sich auf "Systeme, die biologisch abbaubares Material, wie z.B. tierischen Dünger oder landwirtschaftliche Abfälle, durch Verfahren wie anaerobe Vergärung, Fermentation und Vergasung in nutzbare Energie umwandeln. Abschnitt 30 des Republic Act (RA) 9513, der die Entwicklung erneuerbarer Energien fördert, sieht die Nutzung der "Waste-to-Energy"-Technologie vorbehaltlich der Anforderungen der RAs 9003 und 8749 vor.
Dieses Gesetz fördert die Einrichtung und den Betrieb von Abfallverwertungs-Anlagen, die der Wirtschaft helfen sollen die Abhängigkeit von Ölimporten zu verringern und die Stromerzeugung zu steigern.
Hier sind 11 informative Fakten über Biogas auf den Philippinen und den Prozess der Herstellung.
Als Teil des Projekts hat die Lipp GmbH in Zusammenarbeit mit GPCCI eine Forschungspartnerschaft mit der Mapúa University-Intramuros gegründet. Im Rahmen dieser Partnerschaft hat die Firma Lipp die Universität mit Testgeräten für die Messung der Biogasausbeute verschiedener organischer Stoffe ausgestattet. Dies soll die Forschung neuer und vor allem tropischer Rohstoffe, die zur Erzeugung von Biogas vergoren werden können, unterstützen. Darüber hinaus wird Mapúa im Rahmen der Partnerschaft die Thematik Biogaserzeugung in den Lehrplan relevanter Studiengänge, wie zum Beispiel Chemie und Umwelttechnik, integrieren, um Biogas als erneuerbare Energiequelle auf den Philippinen stärker zu erforschen.
Biogas Fachverband (German Biogas Association)
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Neben der fachlichen Ausbildung von Biogas-Technikern ist die Bewusstseinsbildung für die Potenziale der Nutzung von Biogastechnologie auf den Philippinen ein weiterer zentraler Punkt des „Pineapples to Power“ Projektes. Hierfür organisierte GPCCI verschiedene Informationskampagnen und entwickelte Wissensprodukte, die auf dieser Webseite kostenlos zur Nutzung bereitstehen.
Das Projekt "Pineapples to Power" (Ananas zu Strom) wurde durch den deutschen Biogasanlagenhersteller Lipp GmbH initiiert. Durch die Einführung neuer Biogastechnologien zur Umwandlung von Bioabfällen in Energie unterstützt Lipp somit die Energiewende auf den Philippinen. Ziel des dreijährigen Projekts ist es, philippinische Biogas-Techniker im Bau, der Wartung und letztendlich sicheren Handhabung von Biogasanlagen mit deutscher Technologie zu schulen.
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